Über einen Zeitraum von 4 Wochen war die Wanderausstellung „Freiheit und ich“ der Nemetschek-Stiftung bei uns zu Gast. An vier Stationen wurden die Besucher*innen zu einer Entdeckungsreise zu den im Grundgesetz verbrieften Freiheitsrechten eingeladen. Anschließend hatten sie Gelegenheit, ihre persönlichen Vorstellungen von Freiheit auf Fähnchen zu notieren.

Von den über 200 Besucher*innen der Ausstellung haben insgesamt 65 Personen an dieser Aktion teilgenommen. Durch Mehrfachnennungen ergaben sich 157 unterschiedliche Aussagen darüber, was für die Einzelnen von besonderer Bedeutung ist. Teilnehmende waren überwiegend Personen mit Migrationshintergrund, häufig Geflüchtete, was sich in der aufschlussreichen Auswertung widerspiegelte. Für etwa jede zweite Person stand die Selbstbestimmung an erster Stelle, gefolgt von Leben in Frieden ohne Angst, Meinungsfreiheit und Freizügigkeit. An diesen Ergebnissen zeigt sich deutlich, wie wichtig die Freiheitsrechte für ein menschenwürdiges Leben sind – vielen Zuwanderern sind sie in ihren Herkunftsländern vorenthalten, für Deutsche eine Selbstverständlichkeit, die aber immer wieder verteidigt werden muss.